„Train Street“ in Hanoi : Bitte lächeln, wenn der Zug kommt

Eine schmale Straße, gesäumt von Cafés – und ein Zug, der ein paar Mal am Tag hindurchrauscht. Die Train Street in Hanoi ist ein Spektakel für Touristen. Zum Verdruß der Wachleute.
Eine „Zugstraße“, was soll das sein? Eine Straße ist eine Straße. Und wo ein Zug fährt, ist keine Straße. Eigentlich. Aber an der Train Street in Hanoi ist alles anders: Im westlichen Teil der Altstadt rauscht mehrmals täglich ein Zug eine Armlänge entfernt an Häuserfassaden vorbei. Es ist keine ideale Wohnlage, doch die Bewohner haben den Zugfahrplan zum Rhythmus ihres Lebens gemacht. Das Leben spielt sich, wie in Vietnam üblich, draußen ab – und hier eben teilweise auf den Gleisen: kochen, essen, quatschen, Haare waschen, Geschäfte machen, Kleider trocknen. Kommt ein Zug, wird schnell alles weggeräumt. Und gleich hinter dem letzten Waggon werden die Gleise wieder vom Alltag in Beschlag genommen.


