Zoo in Nebraska : Tierärzte finden 70 Münzen in Bauch von Alligator

Der weiße Alligator Thibodaux hatte immer wieder in sein Gehege geworfene Geldmünzen verschluckt. Jetzt wurde das Tier durch einen aufwendigen Eingriff von dem Metall in seinem Körper befreit.
Thibodaux, ein Alligator aus dem Henry Doorly Zoo im amerikanischen Nebraska, mag Metall. Bei einer Routineuntersuchung stießen die Veterinäre im Magen des Tieres auf 70 Münzen. Die Betreiber des Zoos in Omaha vermuten, dass Thibodaux die Geldstücke fraß, die Besucher in das Gehege geworfen hatten.
Durch einen aufwendigen Eingriff wurde der wegen der Defektmutation Leuzismus weiße Alligator am vergangenen Donnerstag von dem Metall in seinem Körper befreit. „Mit Hilfe seiner Pfleger wurde Thibodaux narkotisiert und intubiert. Sein Maul wurde mit einer Plastikröhre geschützt, um die Werkzeuge zum Heraufholen der Münzen einzuführen“, beschrieb die Tierärztin Christina Ploog den eher seltenen Eingriff.
Um alle Geldstücke zu finden, sei auch eine Kamera zum Einsatz gekommen. „Thibodaux hat sich gut erholt“, teilte der Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Zoo am Dienstag mit. Um weitere Eingriffe bei dem 36 Jahre alten Alligator oder seinen neun Mitbewohner zu verhindern, baten die Betreiber, künftig keine Münzen mehr in die Wasserbecken des Geheges zu werfen.
Die Becken würden zwar regelmäßig gereinigt. Thibodaux und den anderen Alligatoren bliebe zwischen den Reinigungen aber ausreichend Zeit, um die Geldstücke zu verspeisen.





