Schatzfund vor Madagaskar :
Captain Kidds Silber

Von
Thomas Scheen, Johannesburg
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Ein schweres Teil: der angebliche Silberbarren, den die Archäologen vor Madagaskar hoben. War’s bloß nicht.
Ein schweres Teil: der angebliche Silberbarren, den die Archäologen vor Madagaskar hoben. War’s bloß nicht.AFP

Archäologen haben vor Madagaskar einen 45 Kilogramm schweren Silberbarren gehoben. Wenn man den Schatzsuchern glauben darf, war das Edelmetall einst Ladung eines der berühmtesten Piratenschiffe aller Zeiten.

Es war wohl nicht die Pest, die „Captain Kidd“ an Bord hatte, als er vor Madagaskar lag, sondern es waren schwere Silberbarren. 45 Kilogramm wiegt der Silberbarren, den ein Forscherteam um den amerikanischen Archäologen Barry Clifford in dieser Woche vom Meeresboden vor der Küste Madagaskars gehoben hat. Wenn man den Schatztauchern Glauben schenken will, war das Edelmetall einst Ladung eines der berühmtesten Piratenschiffe aller Zeiten: der „Adventure Galley“ von William Kidd.

Der schottische Freibeuter war von der britischen Krone mit der Bekämpfung der Piraterie beauftragt worden, bevor er die Seiten wechselte und angeblich ein Vermögen erbeutete. Aber die Raubzüge dauerten nur zwei Jahre (von 1696 bis 1698), bevor der Freibeuter 1701 ein unrühmliches Ende an einem Strick in London fand.

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Seine Beute aber beflügelt seit mehr 300 Jahren die Phantasie von Schatzsuchern. Clifford, der schon so manches Piratenwrack entdeckt hat, behauptet, 15 Jahre nach der „Adventure Galley“ gesucht zu haben, bis er sie und elf andere Wracks vor der zu Madagaskar gehörenden Insel Sainte-Marie gefunden habe. Verwunderlich ist das nicht, wo doch jeder Fan der Comic-Reihe um den maltesischen Freibeuter Corto Maltese weiß, dass Sainte-Marie das größte aller Piratennester war.

Den gehobenen Silberbarren lieferten die Schatztaucher brav bei den madagassischen Behörden ab, die versprachen, das Ding und alle, die das Meer noch freigeben wird, in einem Museum auszustellen.

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