Studie „Afrozensus“ :
Rassismus gegen Schwarze in Deutschland weit verbreitet

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Eine Demonstrantin bei einer Kundgebung gegen Rassismus in Hannover im Sommer 2020
Eine Demonstrantin bei einer Kundgebung gegen Rassismus in Hannover im Sommer 2020dpa

Erstmals hat eine Studie die Lebensrealität schwarzer Menschen in Deutschland untersucht: Der überwiegende Teil von ihnen erfährt Rassismus in nahezu allen Lebensbereichen. Oft wird ihnen das allerdings nicht geglaubt.

In Deutschland leben mehr als eine Million Menschen afrikanischer Herkunft – und der überwiegende Teil erfährt in vielen Lebensbereichen Rassismus. Das legt eine nichtrepräsentative Studie namens Afrozensus nahe, die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert und nun veröffentlicht worden ist. Demnach sehen sich etwa zwei Drittel der mehr als 6000 Befragten aufgrund von rassistischen Zuschreibungen in Schulen und Universitäten schlechter benotet als ­weiße Mitschüler oder Kommilitonen. In Arztpraxen vorgetragene Beschwerden werden laut zwei Dritteln der Studienteilnehmer nicht ernst genommen. Mehr als die Hälfte gab an, schon grundlos von der Polizei kontrolliert worden zu sein. Ebenso viele wurden fälschlicherweise für Drogendealer gehalten.

FAZ

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