U-Bahn-Pläne für Belgrad : Mit der Metro in die Osmanenzeit

Belgrad ist Europas größte Stadt ohne U-Bahn. Jetzt soll der Bau von zwei Linien beginnen – allerdings ohne den Hauptbahnhof als Haltestelle.
Belgrad hat einige schöne Viertel und Straßenzüge, aber eine Perle der Städtebaukunst ist es nicht. Serbiens Hauptstadt ist oft laut, hektisch, anstrengend. In ihrem Einzugsbereich leben mehr als zwei Millionen Menschen, aber mitunter scheint es, die Stadt produziere Lärm für vier Millionen. Ein Grund dafür sind die vielen Staus. Die bilden sich auch deshalb, weil Belgrad die größte Stadt Europas ohne Metro ist. Wer hier von A nach B will oder muss, hat nur oberirdische Optionen, und die sind oft heillos verstopft. In Westeuropa hat nur eine weitere Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern, Birmingham, ebenfalls keine U-Bahn. Sonst gibt es das nur in Osteuropa: Odessa, Rostow, Ufa, Woronesch, Perm und Wolgograd sind ebenfalls Millionenstädte ohne öffentlich befahrbaren Untergrund.
Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos,
ohne
versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
erhalten
und immer aktuell informiert bleiben.





