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Sohn des Altkanzlers : Walter Kohl trauert um seinen Vater

  • Aktualisiert am

Walter Kohl trauert um seinen Vater. Bild: Marcus Kaufhold

Vom Tod seines Vaters hörte der Sohn aus dem Radio. „Sie sehen einen Menschen, der sehr traurig ist“, sagte Walter Kohl. Er habe sich vergeblich um eine Aussöhnung mit seinem Vater bemüht.

          Walter Kohl hat sich vom Tod seines Vaters tief betroffen gezeigt. Er habe während einer Autofahrt im Radio davon erfahren, sagte der 53-Jährige am Freitag vor dem Haus seines Vaters in Ludwigshafen-Oggersheim. Nach seinen Worten hatte Helmut Kohl den Kontakt zu ihm und dem jüngeren Bruder Peter vor längerer Zeit abgebrochen.

          Auch zu den Enkelkindern habe es keinen Kontakt mehr gegeben. Er selbst habe das letzte Mal im Sommer 2011 mit seinem Vater telefoniert und habe ihn danach nicht mehr besuchen dürfen. Es sei „schade, wenn man nicht in der Lage ist, Dinge in diesem Leben zu regeln“, sagte Kohl. Er habe dies über „verschiedene Kanäle versucht“, eine Aussöhnung fand jedoch nicht statt. Besonders die Enkel hätten „sehr darunter gelitten, dass ihr Großvater für sie nicht erreichbar war“.

          „Sie sehen einen Menschen, der sehr traurig ist“, sagte Kohl. Er sei zuvor am Totenbett seines Vaters gewesen. Helmut Kohl sei ein Mann gewesen, der sehr viel für den Frieden in Europa getan habe.

          Der Kanzler der Deutschen Einheit und Wegbereiter der Europäischen Union war am Freitagmorgen in seiner Heimatstadt Ludwigshafen gestorben.

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