Einreise verweigert : Nordkorea stuft Spanien als Ebola-Risikogebiet ein

Journalisten wollen an einer der seltenen Reisen nach Nordkorea teilnehmen. Doch ein spanischer Kamermann wird abgewiesen. Seine Heimat wird von Pjöngjang als Risikoland für die Verbreitung des tödlichen Ebola-Virus eingestuft.
Aus Angst vor dem Ebola-Virus hat Nordkorea einem spanischen Kameramann die Einreise verweigert. Marc Martinez Sarrado dürfe nicht einreisen, weil er aus Spanien stamme und das Land von Pjöngjang als „Risikogebiet“ eingestuft werde, sagte der Geschäftsmann Paul Tjia am Montag dem niederländischen Fernsehsender NOS. Tjia ist der Organisator einer seltenen Journalistenreise nach Nordkorea, an der Sarrado teilnehmen sollte. Sarrado arbeitet für NOS in Peking und wollte zusammen mit sechs anderen Journalisten in den abgeschotteten kommunistischen Staat reisen.
Als Inhaber eines spanischen Passes sei ihm verweigert worden, nach Nordkorea einzureisen, schrieb Sarrado auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter. Spanien werde dort als „Risikoland“ eingestuft. Pjöngjang hatte erst vergangene Woche angekündigt, ausländischen Touristen die Einreise wegen Ebola zu verweigern. In Westafrika sind bereits knapp 5000 Menschen an dem Ebola-Virus gestorben. In Spanien hatte sich eine Krankenschwester bei der Pflege eines aus Westafrika zurückgekehrten Ebola-Patienten infiziert. Sie wurde aber später geheilt.
As a Spanish passport holder I've been rejected to get in #DPRK . #Spain considered country of risk. #Ebola @nos @MariekeNOS #onejornoless
— MARC MARTNZ SARRADO (@marc_martinez) October 27, 2014





