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Laut amerikanischem Militär : Nordkorea kann atomaren Sprengkopf bauen

  • Aktualisiert am

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un Bild: AFP

Nordkoreas lässt keine Zweifel, dass es eine Atomstreitmacht aufbauen möchte. Jetzt könnte dem Regime ein Durchbruch auf dem Weg zur flugfähigen Bombe gelungen sein.

          Nordkorea ist nach Einschätzung des amerikanischen Militärs in seinem Atomwaffenprogramm weiter fortgeschritten als bisher angenommen. Demnach ist Nordkorea prinzipiell in der Lage, einen passenden Atomsprengkopf für eine Interkontinentalrakete zu bauen und diese auch abzufeuern.

          „Ich denke, dass sie an diesem Punkt über die Fähigkeit verfügen, die Bombe stark verkleinert zu haben“, sagte der Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Südkorea, Curtis Scaparrotti, im Verteidigungsministerium in Washington. Außerdem habe Nordkorea die Technologie, „das wirklich auch zu liefern, was sie behaupten, zu haben“.

          Wie aus einer anderen Zeit: Ein Dorf in der Hamgyong Provinz im Norden Bilderstrecke

          Zugleich machte Scaparrotti deutlich, dass er nicht wisse, ob das Land auch tatsächlich schon eine funktionsfähige Atomrakete habe. „Wir haben bisher nicht gesehen, dass sie eine getestet haben.“ Ohne Tests sei die Wahrscheinlichkeit bei einer so komplizierten Vorrichtung sehr gering, dass sie beim Abfeuern direkt funktioniere.

          Letzter Atomtest im Februar 2013

          Nordkorea hat in den vergangenen Jahren drei Atomtests und verschiedene Tests von Raketen mit langer Reichweite durchgeführt, auf die der UN-Sicherheitsrat mit Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang reagiert hatte. Der bisher letzte Atomtests fand im Februar des vergangenen Jahres statt.

          Bisher hegten Regierungs- und Expertenkreise in Amerika und Südkorea allerdings Zweifel daran, ob Nordkorea schon so weit ist, auch einen Atomsprengkopf bauen zu können, der sich auf eine Rakete montieren lässt.

          Die amerikanische Regierung hatte im vergangenen Jahr noch einem entsprechenden Bericht des US-Geheimdienstes Defense Intelligence Agency (DIA) widersprochen. Darin hatte es geheißen, das nordkoreanische Regime verfüge „über Nuklearwaffen, die von ballistischen Raketen getragen werden können“. Doch gab es immer wieder Warnungen der Vereinigten Staaten und Südkoreas, dass Nordkorea mit jedem Atomtest diesem Ziel näher komme.

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