Bayern : Haftstrafe für 39-Jährigen nach Sex in Kirche

In Marienberg musste ein Altar neu gesegnet werden, weil ein Paar dort Sex gehabt hatte. Nun hat das Landgericht Traunstein den Mann verurteilt – jedoch überwiegend wegen anderer Taten.
Der Geschlechtsverkehr eines Paares in einer Kirche im Landkreis Rosenheim hatte für viele Schlagzeilen gesorgt, nun hat das Landgericht Traunstein den Mann zu einer längeren Haftstrafe verurteilt. In die Freiheitsstrafe von fünf Jahren und fünf Monaten floss die „Störung der Religionsausübung“ aber nur mit wenigen Monaten ein, sagte eine Sprecherin des Landgerichts am Donnerstag. In erster Linie wurde der Angeklagte am Mittwoch wegen Betrugs im Zusammenhang mit seinem Job als Camping-Platzwart zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Ende Juli 2022 hatte der 39-Jährige einvernehmlichen Sex in der katholischen Kirche in Schechen und fertigte dabei auch Fotos von sich und seiner Frau an. Diese hatte einen entsprechenden Strafbefehl bereits akzeptiert und dadurch einen Prozess vermieden. Die Höhe der Strafe blieb unbekannt, da Strafbefehlsverfahren nicht öffentlich sind.
Den Altar in der Kirche segnete der örtliche Pfarrer wegen des Vorfalls kurz vor Weihnachten des vergangenen Jahres mit Weihrauch und Weihwasser neu. Das Kirchenrecht sieht für solche Fälle einen Bußritus vor.
Verurteilt wurde der Mann hauptsächlich, weil er in 20 Fällen Stellplatzmieter auf dem Campingplatz um Geld betrogen hatte. Dabei erbeutete er mehr als 400.000 Euro, die nun laut Sprecherin vom Gericht eingezogen wurden.





