Polizistenmorde von Kusel : Angeklagter lastet Schüsse mutmaßlichem Komplizen an

Andreas S. soll zwei Polizisten getötet haben, um Jagdwilderei zu verdecken. Beim Prozessauftakt in Kaiserslautern beruft er sich auf Notwehr – und präsentiert eine gänzlich andere Version des Geschehens als die Staatsanwaltschaft.
Zumindest der Verteidiger von Florian V. zeigt sich am Ende des ersten Prozesstages nicht überrascht. Die Einlassung, die die Anwälte des Mitangeklagten Andreas S. gerade verlesen haben, „war in fast allen Details vorhersehbar“. Dennoch bewertet er sie als „ungeschickt“. In der Einlassung hat Andreas S. die tödlichen Schüsse auf zwei Polizeibeamte im Kreis Kusel, wegen derer er sich seit Dienstag vor dem Landgericht Kaiserslautern verantworten muss, überwiegend Florian V. angelastet, sich auf Notwehr berufen – und so eine gänzlich andere Version des Geschehens präsentiert als zuvor die Staatsanwaltschaft.


