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Südkorea : Nirgendwo breitet sich das Virus schneller aus

  • Aktualisiert am

In Seoul werden die Einrichtungen der U-Bahnstationen regelmäßig desinfiziert. Bild: AP

Fast 600 Neuinfektionen haben Südkoreas Behörden gemeldet. Im Zentrum der Epidemie steht eine christliche Sekte.

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          Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in Südkorea ist binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, kamen über Nacht 594 neue Fälle hinzu. Damit steckten sich bisher 2931 Menschen mit dem Erreger von Covid-19 an - so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas, wo der Ursprung der Lungenkrankheit vermutet wird. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf bisher 16.

          Die Mehrzahl der neuen Fälle konzentriert sich weiter auf die südöstliche Millionen-Stadt Daegu und die umliegende Region. Allein 476 der neuen Infizierungen wurden in Daegu erfasst. Dort gibt es die größte Anhäufung von Fällen unter Anhängern der christlichen Sekte Shincheonji-Kirche Jesu.

          Die Behörden rechnen auch für die nächsten Tagen mit einem weiter sprunghaften Anstieg bei den Fallzahlen, da alle der mehr als 200 000 Mitglieder der Sekte in Südkorea auf das Virus getestet werden sollen. Die Organisation hat auch Verbindungen nach China.

          Seitdem die Regierung am vergangenen Sonntag die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen hatte, versuchen die Behörden vor allem, die Ausbreitung in Daegu einzugrenzen.

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