Kriminalität in der Pandemie :
Weniger Falschgeld

Christian Siedenbiedel
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Plötzlich reich: Ein Junge bei Münschen hat 14.900 Euro gefunden.
Plötzlich reich: Ein Junge bei Münschen hat 14.900 Euro gefunden.dpa

Die Bundesbank berichtet von sinkenden Falschgeldzahlen. Sitzen die Kriminellen wegen Corona untätig im Homeoffice?

Mit der Kriminalität in der Pandemie ist das so eine Sache. Manche Delikte gehen zurück, wie das Fälschen von Geldscheinen. Kein Wunder: Wenn überall mit Karte gezahlt wird und Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte ausfallen, auf denen noch oft bar gezahlt wird, ergeben sich weniger Möglichkeiten, Falschgeld auszugeben.

Es passiert auch seltener, dass Übeltäter am Geldautomaten die Geheimzahl ausspähen. Im Gegenzug warnt die EZB vor einer Zunahme von Cyberattacken: Wenn die Welt noch mehr im Netz ist als sonst, folgen ihr die Kriminellen. Manche Formen von Kriminalität wurden durch Corona sogar erst möglich, wie die von Monat zu Monat steigenden Zahlen gefälschter Impfnachweise zeigen.

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Wieder andere Kriminalität gab es auch vor der Krise, sie hat aber einen Schub bekommen: So werden mehr Geldautomaten gesprengt. Zumindest zu Beginn der Krise gab es dabei den Zusammenhang zur Pandemie, dass Täter aus den Niederlanden, die nicht mehr so einfach nach Frankreich fahren konnten, vermehrt in Deutschland zuschlugen. Eines jedenfalls ist sicher: Untätig im Homeoffice sitzen wegen Corona die wenigsten Kriminellen.

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