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Handelsgespräche : Positive Signale aus Washington beflügeln asiatische Börsen

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Die Börsen Asiens reagieren positiv auf die jüngsten Signale beim Handelskonflikt zwischen China und den Vereinigten Staaten. Bild: dpa

Die optimistisch gestimmten Aussagen des amerikanischen Präsidenten Trump über die jüngsten Handelsgespräche mit China wirken sich auf die Märkte aus: Der japanische Nikkei-Index springt auf den höchsten Wert seit einer Woche.

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          Hoffnungen auf Fortschritte bei den Verhandlungen der Vereinigten Staaten und Chinas zur Beilegung ihres Handelsstreits haben die Börse in Tokio beflügelt. Der Nikkei-Index springt auf den höchsten Wert seit einer Woche, nachdem unter anderem der amerikanische Präsident Donald Trump eine positive Zwischenbilanz zog.

          Zudem legte die größte Einzelhandelskette des Landes, Seven & I Holdings, nach Veröffentlichung von Umstrukturierungsplänen um über fünf Prozent zu. Trump sagte am Donnerstagabend, die Verhandlungen liefen „wirklich gut“. Konkreter wurde er nicht, verwies aber erneut auf sein geplantes Treffen mit dem chinesischen Delegationsleiter, Vizepremier Liu He, am Freitag im Weißen Haus.

          Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im Handelsverlauf 0,9 Prozent zu auf 21.21760 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index kam auf ein Plus von 0,6 Prozent mit 1591 Punkten. Während die Börse in Schanghai nahezu unverändert verharrte, wuchs der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen um 0,1 Prozent auf 3880 Punke. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg 0,8 Prozent auf 497 Punkte.

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          Vertreter beider Seiten hatten am Donnerstag in ihrem Bemühen um ein umfassendes Handelsabkommen in Washington eine Runde neuer Gespräche begonnen. Kurz zuvor hatte China scharfe Kritik an den jüngsten Strafmaßnahmen der Vereinigten Staaten geübt.

          Die amerikanische Regierung hatte Visa-Restriktionen gegen Vertreter der chinesischen Regierung und der Kommunistischen Partei verhängt sowie 28 chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen auf eine schwarze Liste gesetzt, um Exporte an sie zu beschränken. Begründet worden waren diese Maßnahmen damit, dass China die muslimische Minderheit der Uiguren unterdrücke.

          MSCI INC. A DL-,01

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          Der von Trump vor mehr als einem Jahr angezettelte Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften ist immer weiter eskaliert und lastet auf der globalen Konjunktur. Zuletzt hatte es verstärkt Spekulationen gegeben, wonach sich die beiden Länder als Übergangsschritt auf einen partiellen Deal verständigen könnten.

          Sollte in den Gesprächen nun kein Durchbruch erzielt werden, sollen schon am Dienstag bestehende Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von rund 250 Milliarden Dollar von 25 Prozent auf 30 Prozent erhöht werden. Weitere Strafzölle sollen im Dezember dazukommen. Die Regierung in Washington wird damit Strafzölle auf fast alle Importe aus China – Waren im Wert von rund 500 Milliarden Dollar –verhängt haben.

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