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Fondsmanager über China : „Alle 5 Jahre gibt es eine positive oder eine negative Story“

China greift nach den Sternen. Doch nur unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei. Bild: Getty

Chinas jüngste Politik des harten Durchgreifens gegen Privatkonzerne und die Zivilgesellschaft beunruhigen viele Anleger. Fondsmanager Martin Lau, selbst Chinese und in Hongkong geboren, rät zum Kauf, wenn sich alle fürchten.

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          Die neue Linie der Kommunistischen Partei Chinas hat viele Investoren verunsichert. Nach dem rigorosen Vorgehen gegen Konzerne in der Internet- und später der Bildungsbranche beschloss etwa das Zentralkomitee vor einigen Tagen „Maßnahmen zur Bekämpfung von Monopolen, der Umweltverschmutzung und zur Sicherung strategischer Reserven“. Das klingt zunächst unverdächtig, aber die Wortwahl der Begründung lässt aufhorchen. Die Maßnahmen dienten den Inter­essen der Kommunistischen Partei unter Beachtung der Märkte. Unternehmen sollen geführt und gedrängt werden, der Führung der Partei zu gehorchen.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Positionierung lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Interessen und Wille der Kommunistischen Partei stehen im Vordergrund. Das gilt auch für jüngste Maßnahmen gegen die Unterhaltungsindustrie. Filmstars mit „unkorrekter“ politischer Einstellung sollen auf den Index gesetzt, der Promi-Kult eingedämmt werden. Wieder lässt die Reihenfolge der Argumente aufhorchen: Bei einer Auswahl seien politische Bildung, moralisches Verhalten, künstlerisches Niveau und soziale Bewertung aufrechtzuerhalten. Dass nicht wenige Anleger eine sozialistische Gegenreform gegenüber dem reformsozialistisch-pragmatischen Kurs der vergangenen Jahre erkennen und um ihre Anlagen fürchten, kann nicht überraschen.

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