https://www.faz.net/-gv6-9huzt

10 Ex-Mitarbeiter verdächtigt : Verhaftungen im Danske-Skandal

  • Aktualisiert am

Die estnische Filiale der Danske-Bank spielt eine Schlüsselrolle im Geldwäsche-Skandal. Bild: Reuters

Bei der Danske Bank wurden in Estland zehn ehemalige Mitarbeiter in Gewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft wirft den ehemaligen Mitarbeitern vor, wissentlich verdächtige Gelder transferiert zu haben.

          Im Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank hat es in Estland die ersten Festnahmen gegeben. Zehn frühere Mitarbeiter der größten dänischen Bank seien in Gewahrsam, teilte die estnische Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Die estnische Filiale spielt eine Schlüsselrolle im Geldwäsche-Skandal: Über sie sollen 200 Milliarden Euro an verdächtigen Geldern geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft wirft den ehemaligen Mitarbeitern vor, wissentlich verdächtige Gelder transferiert zu haben.

          Danske hatte im September nach einer internen Untersuchung mitgeteilt, sie habe die estnische Geldwäsche-Meldestelle (FIU) auf 42 Mitarbeiter und Vertreter in Estland aufmerksam gemacht, die in verdächtige Aktivitäten verwickelt gewesen seien. Acht ehemalige Mitarbeiter seien angezeigt worden. Ein Danske-Sprecher konnte am Mittwoch nicht sagen, ob die zehn Verhafteten zu diesen Personen zählen.

          In den Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank ist auch die Deutsche Bank verstrickt, die als sogenannte Korrespondenzbank einen Großteil der verdächtigen Zahlungen abgewickelt haben soll. Das Frankfurter Geldhaus hat teilt mit, dass für die Überprüfung der Kunden die Danske Bank und nicht die Deutsche Bank zuständig gewesen sei.

          Weitere Themen

          Attraktives Drehkreuz nach Osteuropa

          Flughafen Wien : Attraktives Drehkreuz nach Osteuropa

          Der Flughafen Wien boomt. Das starke Aufkommen der Billiugfluganbieter ist einer der Gründe für das große Wachstum. Wie interessant ist die Aktie für Anleger?

          Die letzten 500-Euro-Scheine

          Abschied vom Bargeld : Die letzten 500-Euro-Scheine

          Die Deutsche Bundesbank und die Nationalbank Österreich stellen heute die Ausgabe der 500-Euro-Scheine ein. Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann kritisiert indirekt diese Entscheidung.

          Topmeldungen

          FDP-Parteitag : Lindner beginnt Rede auf Chinesisch

          Kinder in Deutschland würden künftig neben Englisch auch Chinesisch lernen müssen, sagt der FDP-Vorsitzende Lindner zu Beginn des Parteitags in Berlin. Er warnt auch vor Kürzungen im Bildungsbereich – und kritisiert die SPD.

          Navy Seal im Irak : Kriegsverbrecher in der Elite-Einheit?

          Ein Soldat der Navy Seals soll im Irak Kriegsverbrechen begangen haben. Untergebene wollten das melden, wurden aber eingeschüchtert. Und Präsident Donald Trump stellt nun die Verdienste des Verdächtigen heraus.

          Brief aus Istanbul : Die Palastpresse dreht durch

          Erdogan hat seine Wahlniederlage in einigen Städten eingestanden. Die ihm hörige Presse jedoch nicht. Die Medienzaren fürchten, dass ihre krummen Geschäfte auffliegen – und betreiben Desinformation.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.