Finanzen und Kirche : Wie Opus Dei reich wurde

Luis Valls-Taberner war einer der angesehensten Banker Europas. Ein Buch enthüllt nun, wie der Spanier mit seinem Geld den Aufstieg der erzkatholischen Gemeinschaft Opus Dei finanzierte.
Als das Schicksal der spanischen Bank Banco Popular im Sommer 2017 endgültig besiegelt wurde, war dies Europas Finanzmedien keine allzu große Berichterstattung wert. Die Bank, die an den Spätfolgen allzu leichtfertig vergebener Immobilienkredite kollabierte, war zwar die sechstgrößte Spaniens. Aber die Aufregung auf dem Kontinent hielt sich in Grenzen. Nicht zuletzt deshalb, weil der Banco Popular das erste europäische Geldhaus war, das nach der verheerenden Finanzkrise des Jahres 2008 nach neuen europäischen Regeln zur Bankenabwicklung in die Insolvenz ging – also erfreulicherweise, ohne den Steuerzahler zu belasten.
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