Europäischer Finanzmarkt : Der Druck auf die EZB wächst

Die Mehrheit der Analysten erwartet keine Veränderung des Leitzins. Italiens Wahlergebnis könnte die Rezenssion verschärfen, schon gibt Forderungen nach Krediterleichterungen.
Für Mario Draghi, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), wird es am Donnerstag ein besonders heikler öffentlicher Auftritt nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank werden. Große Beschlüsse werden zwar nicht erwartet und der Leitzins dürfte mit 0,75 Prozent unverändert bleiben. Aber Draghi ist Italiener und wird zum Ausgang der italienischen Wahlen befragt werden, bei denen mehr als die Hälfte der Italiener für eurokritische Parteien gestimmt haben. „Nach dem Patt in Italien kann der EZB-Rat kurzfristig kaum mehr tun, als das Ergebnis zu akzeptieren und dringliche Appelle an Italien richten, in den Reformbemühungen nicht nachzulassen“, sagt Commerzbank-Analyst Michael Schubert.





