Opposition in Belarus :
Hoffen auf die eigene Sprache

Von
Felix Ackermann
Lesezeit:
Swetlana Tichanowskaja bei einem Wahlkampfauftritt
Swetlana Tichanowskaja bei einem Wahlkampfauftrittdpa

Immer mehr belarussischsprachige Intellektuelle unterstützen die Aktivistin Swetlana Tichanowskaja als Präsidentschaftskandidatin. Sie hoffen auf eine neue Sprachenpolitik in Belarus.

Das Online-Lexikon Wikipedia spiegelt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 9. August die sprachliche Wirklichkeit der neun Millionen Einwohner zählenden Republik Belarus. Die doppelte Asymmetrie der zwei Amtssprachen Russisch und Belarussisch lässt sich hier im Detail studieren: Russisch ist unangefochtene Lingua franca. Fast neunzig Prozent aller Zugriffe aus Belarus rufen russischsprachige Einträge auf – die Enzyklopädie hat mit weltweit mehr als 200 Millionen Russischsprechern einen besonders großen Kreis an Autoren.

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