CDU-Vorsitz : Erst der Erste

Norbert Röttgen kandidiert für den CDU-Vorsitz. Es ist eine ganz und gar unaufregende Personalie – aber ist das nicht genau das, was wir jetzt brauchen?
Es gibt Menschen, die machen die verrücktesten Sachen: beim Italiener eine Pizza bestellen, ohne Fahrrad Bahn fahren oder, noch verrückter, im Winter warme Socken anziehen. Dergleichen wirkt in Zeiten, in denen vieles zweckentfremdet oder jedenfalls irgendwie anders gemacht wird, schon beinahe querdenkerisch. Aber warum nicht? Warum nicht einfach mal das Naheliegende tun? Zum Beispiel: Die Macher der Fernsehserie „Mordkommission Istanbul“ nannten schon deren zweite Folge ohne alle Scheu vor dem Redundant-Tautologischen, dem Odium des durch und durch Normalen, Unausgefallenen „Mord am Bosporus“ (so gesendet am 5. November 2009 im Ersten). Man versteht das auf Anhieb: Istanbul, Bosporus, klare Sache und damit hopp. Auch gut: In einer süddeutschen Universitätsstadt gibt es ein spanisches Restaurant, das heißt Olé-Olé, wirklich wahr.






