Nachruf auf Robert Towne : Unpünktlicher Perfektionist

Er hatte genug eigene Ideen, um den Allergrößten noch ein paar abzugeben: Zum Tod des Drehbuchautors Robert Towne.
Pünktlichkeit war nicht seine Stärke. Wenn der Drehbuchautor Robert Towne an Dialogen feilte, vergaß er gern das Abgabedatum. Dafür bewies das Ergebnis: Qualität braucht eben Zeit. Gleich drei Mal hintereinander erhielten seine Skripte Oscar-Nominierungen: 1974 schickte er in „Das letzte Kommando“ zwei Navy-Männer (Jack Nicholson und Dennis Quaid) auf Vergnügungstour mit einem Sträfling. Ein Jahr darauf schenkte er Nicholson als Privatdetektiv in Roman Polanskis „Chinatown“ einprägsame Filmsätze („Um die Wahrheit zu sagen, ich hab’ ein bisschen gelogen“).
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