Elfriede Jelineks „FaustIn and out“ in München : Das Weib regiert, indem es redet

Josef Fritzl als Wiedergänger von Goethes „Faust“: Am Münchner Residenztheater wird Elfriede Jelineks „FaustIn and out“ in der Inszenierung von Johan Simons gespielt. Archaische Wucht lässt sich dem Stück nicht absprechen.
Drei Wochen liegt die Premiere der Neuinszenierung von Goethes „Faust“ am Münchener Residenztheater zurück, da folgt, ebenfalls am Resi, allerdings an der Spielstätte Cuvilliéstheater, Elfriede Jelineks Sekundärdrama „FaustIn and out“, das nach dem Willen der Autorin parallel zum Klassiker gespielt werden soll, weil es dessen Echowellen in unserer Welt vergegenwärtige: Der alternde Erfolgsmensch verführt weiterhin mit Vorliebe Minderjährige und richtet sie zugrunde, besonders radikal der niederösterreichische Geschäftsmann Josef Fritzl, der die eigene Tochter als Sexsklavin einmauerte.





