Osterfestspiele Salzburg :
Den Tod bedenken, um das Leben zu feiern

Von
Gerald Felber
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Christian Gerhaher (links), Julia Kleiter (Mitte), Andris Nelsons und das Leipziger Gewandhausorchester beim „Deutschen Requiem“ von Brahms
Christian Gerhaher (links), Julia Kleiter (Mitte), Andris Nelsons und das Leipziger Gewandhausorchester beim „Deutschen Requiem“ von BrahmsErika Mayer

Bei den Osterfestspielen Salzburg beweisen Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig mit Musik von Brahms, Schumann und Thierry Escaich, dass sie mehr als Lückenbüßer für die Berliner Philharmoniker sein könnten.

„Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“: wenn Andris Nelsons, der Chor des Bayerischen Rundfunks und das Leipziger Gewandhausorchester den Trauermarsch in Johannes Brahms’ „Deutschem Requiem“ intonieren, werden selbst in den Fortissimo-Steigerungen weder Wildheit noch Aufbegehren hörbar, sondern einzig ein erschüttert ernstes Hinnehmen des Unvermeidlichen; und „des Herren Wort“ wie die „ewige Freude“ bleiben dann, wenn sie später aufgerufen werden, immer noch herbe, mit nachschmeckender Bitterkeit versetzte Tröstungen.

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