FAZ.NET-Frühkritik „Jauch“ : Vergesst Precht!

Der Fernsehphilosoph Richard David Precht war zu Jauch gekommen, um seine hochfliegenden Reformideen für die Schule zu bewerben. Am Ende blieb davon nicht viel.
Wer Precht einlädt, bekommt eine Schulkatastrophe serviert, aus der nur noch eine Bildungsrevolution heraushilft. Nämlich seine, Richard David Prechts. Wie das gehen wird, ist nur in aller Unschärfe bisher bekannt geworden, seit sein neues Buch erschien, auch die zahlreichen Interviews konnten wenig Klarheit schaffen. Und auch dieser Abend bei Günther Jauch konnte die Unschärfen der Prechtschen Ideen nicht klarstellen. Jedenfalls sind Noten seiner Ansicht nach ein Unheil, gehören also abgeschafft; zumal die klassischen Fächer eine Sache aus dem 19. Jahrhundert seien, also weg damit, was auch das Sitzenbleiben überflüssig mache. Dann noch deftige Polemik gegen zu viel Stoff, den die meisten alsbald wieder vergessen würden. Dafür Projekte, die einen Bezug zum Leben haben; nicht mehr in Klassen lernen, vielleicht aber jahrgangsübergreifend; Pauken ist auch schlecht und so weiter. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, bleibt schleierhaft.





