Wikipedia infiltriert : Stiftung verbannt sechzehn saudische Agenten

Wikimedia berichtete, einige Administratoren im Nahen Osten wegen „Interessenkonflikten“ von der Wikipedia ausgeschlossen zu haben. Zwei Menschenrechtsorganisationen enthüllen, was dahintersteckt.
Schlicht mit „Interessenkonflikten“ hatte Wikimedia, die Stiftung hinter der frei zugänglichen Online-Enzyklopädie Wikipedia, vor einem Monat begründet, warum sechzehn Nutzer in der Weltregion MENA – die Abkürzung steht für „Middle East and North Africa“ – mit einem „globalen Bann“ belegt wurden. Jetzt haben zwei Organisationen, die für die Meinungsfreiheit im Nahen Osten kämpfen, offengelegt, was dahintersteckt, wenn Wikimedia schreibt, einige Nutzer „mit engem Bezug zu Dritten“ hätten Inhalte auf eine Weise editiert, die den Interessen dieser Dritten folgt. Anfang Dezember hatte die Stiftung in ihrer Veröffentlichung bedauert, aus rechtlichen Gründen und zum Schutz der Mitglieder nicht konkreter werden zu können, die Situation „schwerwiegend“ genannt und beteuert, sich für die Sicherheit aller ihrer Nutzer einzusetzen.


