Telegram gedrosselt :
Der Kreml will Digitalkontrolle

Von
Felix Ackermann
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Auf Telegram sollen sie nicht mehr schauen: Menschen schauen auf ihre Smartphones an einer Bushaltestelle in St. Petersburg.
Auf Telegram sollen sie nicht mehr schauen: Menschen schauen auf ihre Smartphones an einer Bushaltestelle in St. Petersburg.dpa

Die Medienaufsicht in Russland drosselt den Messenger Telegram, um Bürger ins staatliche Netzwerk VK Max zu zwingen. Das stört sogar die härtesten Kreml-Propagandisten.

Die Medienaufsicht Roskomnadzor hat in der vergangenen Woche in ganz Russland die Datenströme des Messengers Telegram gedrosselt, um die Bürger in die staatlich kontrollierte App namens „VK Max“ zu drängen. Davon betroffen waren mehr als 90 Millionen Telegram-Nutzer. Der 2013 von den Brüdern Nikolai und Pawel Durow gegründete Dienst ist binnen eines Jahrzehnts zur wichtigsten Kommunikationsplattform in Russland avanciert. Dazu trug von Anfang an das Versprechen der Gründer bei, dass Telegram vor Eingriffen des Staates sicher sei. Parallel zum seit 2014 von Russland gegen die Ukraine geführten Krieg wurde Telegram zum zentralen digitalen Scharnier, das private und öffentliche Kommunikation verschränkt.

FAZ

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