„Axolotl Overkill“ im Kino : Total lurchgedreht
Zugedröhnt durch die Nacht: Helene Hegemann hat ihren Roman „Axolotl Roadkill“ verfilmt. Er heißt jetzt „Axolotl Overkill“ und ergeht sich in dekorativer Kaputtheit.
Ging das vor sieben Jahren wirklich, dass man einfach ein ganzes Buch lang einen renitenten Teenager durch Berlin fallen lässt und anhand einer Checkliste alle Klischees abarbeitet, die diese Stadt in ihren Feuilletons auswalzt? Also alles vom Herumkoksen mit Filmstars in schwarzen Limousinen über lebensmittelsnobistische Endfünfziger in Rohbetonwohnungen mit Loft-Charakter bis hin zum exzessiven Gehopse in berghainähnlichen Clublokalitäten, ohne dass irgendetwas Nennenswertes passiert, abgesehen davon, dass die Hauptfigur irgendwann einen Lurch kauft? Anscheinend ging das, denn Helene Hegemanns Roman „Axolotl Roadkill“ sorgte im Jahr 2010 für großes Aufsehen, bevor er wegen einiger bei anderen Autoren ausgeborgter Passagen für noch größeres Aufsehen sorgte.





