Schlöndorffs Brecht-Verfilmung : Blau und ungeheuer wundersam

Über 40 Jahre nach dem Dreh kommt „Baal“ in die Kinos. Ausgerechnet der brave Volker Schlöndorff zeigt uns damit, was am Neuen Deutschen Film so betörend war und ist.
Er träumt „ gelegentlich von einer grünen Wiese, mit einem blauen Himmel drüber und drunter nichts“. So dichtet der Dichter Baal. Seine Gier ist unermesslich. Zwischen dem Dichten trinkt Baal viel, geht Frauen an die Wäsche, schlägt sie und verstößt sie, ist widerlich in einer widerlichen Welt. Es gibt einen großen Mord und viele kleine, und doch ist das alles von einer Lebendigkeit, dass einem der Atem stockt.





