Film „La Haine“ von 1995 :
Bis hierher hat sich nichts verändert

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Der Typ mit der Waffe: Vinz (Vincent Cassel) in „La Haine“ (1995)
Der Typ mit der Waffe: Vinz (Vincent Cassel) in „La Haine“ (1995)Allstar/Polygram

Vor dreißig Jahren kam „La Haine“ in die Kinos. Der Film über drei Jugendliche aus den Banlieues war als Anklage gegen Polizeigewalt gedacht – und geriet zum Befund einer Gesellschaft, die sich selbst nicht mehr versteht.

„La Haine“ beginnt mit zwei Metaphern: einer sprachlichen und einer bildlichen. Während Hubert, einer der drei Prot­agonisten, von einem Mann erzählt, der aus dem fünfzigsten Stock eines Hochhauses stürzt und sich im freien Fall immer wieder zur Beruhigung sagt: „Bis hierher lief’s noch ganz gut“, sehen wir eine taumelnde Weltkugel, auf die ein Molotowcocktail fällt. Die Welt explodiert. Was aus dem Mann wird, erfahren wir nicht. Nur Huberts ­Bilanz ist zu hören: „Wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.“ Klar ist also: Der Aufprall kommt.

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