Film „Goodbye Julia“ : Die Sängerin nach dem Ende des Liedes

Ein Film aus Sudan kann nicht einfach irgendeine Geschichte erzählen: Mohamed Kordofani gibt mit seinem Debüt „Goodbye Julia“ eine Visitenkarte fürs internationale Kino ab.
Bei einem Konzert in der sudanesischen Hauptstadt Khartum sitzt eine Frau im Publikum, die sich verhüllt hat. Normalerweise trägt Mona nur ein lockeres Kopftuch, wenn sie sich in die Öffentlichkeit begibt. Hier aber möchte sie offensichtlich nicht erkannt werden. Sie hat dafür einen triftigen Grund. Denn sie war einmal die Sängerin der Band, die hier spielt. Nach wie vor liebt sie die Musik, aber sie möchte damit nichts mehr zu tun haben. Ihrem Mann Akram zuliebe hat sie auf das Singen verzichtet. Sie lebt mit ihm in einem guten Viertel von Khartum.


