„Queer“ im Kino : Dandy mit gebrochenem Herzen

Daniel Craig will James Bond abschütteln: In Luca Guadagninos Kinofilm „Queer“ spielt er nun das schwule Alter Ego von William S. Burroughs.
Für Daniel Craig ist die Rolle eine Teufelsaustreibung, wie es „Queer“ für den Schriftsteller William S. Burroughs war. 1952 begann der bekannteste Vertreter der Beat-Generation mit der Arbeit an dem Roman – ein halbes Jahr nachdem er seine Frau bei einem Wilhelm-Tell-Spiel im Suff erschossen hatte. Daniel Craigs Exorzismus ist vergleichsweise harmlos. Der Schauspieler hat glücklicherweise keinen Menschen auf dem Gewissen. Er will nur die Rolle loswerden, die er von 2006 bis 2021 fünfmal verkörperte und die nichts weniger darstellt als den Inbegriff von Männlichkeit, James Bond.
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