„Weil du mir gehörst“ im Ersten : Vater, Mutter, hin- und hergerissenes Kind

Altbacken inszenierte Elternrollen von erstaunlicher Eindimensionalität: Der ARD-Film „Weil du mir gehörst“ treibt einen Partnerkonflikt auf die Spitze, ohne ein Ende zu finden.
Parental Alienation Syndrom“ – in Selbsthilfeforen lassen sich zuhauf haarsträubende Geschichten finden von verlassenen Elternteilen, zumeist Vätern, denen ihr Kind nach einer Trennung oder Scheidung gezielt entzogen wird. Dass es sich hier, so sehen es die Geschädigten, um eine Art Minderjährigen-Gehirnwäsche handele, mache die Sache der Ex-Partnerinnen nicht nur kriminell, sondern auch moralisch verwerflich. Und dass ein Kind den regelmäßigen Umgang mit beiden Elternteilen braucht, ist common sense im Familienrecht. Kindeswohl geht vor Partikularinteressen der Erwachsenen. Statistische Tatsache ist, dass viele getrennte Väter, aus welchen Gründen immer, nach und nach den Kontakt zu ihren minderjährigen Kindern verlieren. Immer freiwillig? In den Foren und Betroffenenbüchern sieht man in der Regel nur eine Seite, die des Eltern-„Opfers“ oder das Porträt eines „Täters“.





