Lars von Trier : Größenwahn?
Lars von Trier distanziert sich von seinem Film„Dogville“, weil er den Attentäter von Oslo und Utøya zum Massenmord inspiriert haben könnte. Übertreibt er die Wirkung seines Werks da nicht etwas?
Aussagen von Künstlern zu ihrem eigenen Werk tragen in der Regel zu deren Verständnis wenig bei. Aussagen von Künstlern zur Wirklichkeit, in der ihre Werke vermeintlich eine Wirkung entfalten, die sie nie und nimmer im Sinn hatten, auch nicht. Nun hat sich Lars von Trier von seinem 2003 entstandenen Film „Dogville“ distanziert, weil ihn der Attentäter von Oslo und Utøya offenbar als seinen drittliebsten Film in einem Netzprofil genannt hatte. Wenn „Dogville“ tatsächlich „als Inspiration für den Massenmord“ gedient hätte, bedauerte er, ihn gedreht zu haben. Salinger hat meines Wissens nicht bedauert, den „Fänger im Roggen“ geschrieben zu haben, nur weil John Lennons Attentäter ihn las, bevor er losballerte.






