Aus dem ZADIK : Der erste Zuschlag über eine Million Mark nach 1945 in Deutschland
Ernst Nolte hat mehr als fünfzig Jahre lang die Geschicke von Hauswedell & Nolte in Hamburg mitbestimmt – das Firmenarchiv erzählt Auktionsgeschichte.
Am 24. Juli konnte Ernst Nolte seinen achtzigsten Geburtstag begehen: Auf einer der hoffentlich noch vielen Reisen mit seiner Ehefrau Gabriele Braun, die sie nun nachholen können, da sie beide privatisiert haben. Denn der Betrieb ihres Auktionshauses Hauswedell & Nolte hatte ihnen dazu keine Zeit gelassen. Gemeinsam haben sie dort, so hat der Jubilar nachgerechnet, rund hundert Jahre gearbeitet. Ernst Nolte war, nach seiner Ausbildung zum Antiquar im Stuttgarter Antiquariat Kocher-Benzing, am 15. September 1963 in die Hamburger Firma Dr. Ernst Hauswedell & Co. eingetreten, die 1927 als „Der Deutsche Buch-Club“ gegründet worden war. Gabriele Braun trat dann 1967 in die Firma ein. Mit dem Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Haus – das zusätzlich schon seit 1935 alte, seit 1936 moderne Graphik und seit 1948 auch Ostasiatika versteigerte – zu prosperieren begonnen und sein Angebot um orientalische, afrikanische und präkolumbische Kunst erweitert.





