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Art Cologne-Preis 2018 : Julia Stoschek erhält Preis der Art Cologne

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Die Kunstsammlerin und Mäzenin Julia Stoschek bekommt vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler den Art Cologne-Preis 2018 verliehen

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          Die Koelnmesse und der Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) verleihen den Art Cologne-Preis in diesem Jahr an die Kunstsammlerin Julia Stoschek, deren Engagement „zeitbasierter Medienkunst“ gilt. Seit 2003 erwirbt „die renommierte, exzellent vernetzte Sammlerin im ständigen Austausch mit Galeristen, Künstlern und Kuratoren zeitgenössische Medienkunstwerke“, heißt es in der Begründung für die Ehrung. Seit 2007 präsentiert sie diese Arbeiten regelmäßig in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Düsseldorf-Oberkassel im Rahmen musealer Ausstellungen. Vom Juni 2016 an ist Stoschek auch in Berlin präsent, im eigens umgestalteten ehemaligen Tschechoslowakischen Kulturzentrum in der Leipziger Straße. Julia Stoschek, Jahrgang 1975, entstammt einer Coburger Unternehmerfamilie. „Vor allem bin ich Archivarin der aktuellen Kunstproduktion“, sagt sie über ihre, eben auch konservatorischen Aktivitäten. Der Schwerpunkt der „Julia Stoschek Collection“ liegt, neben Klassikern wie Gordon Matta-Clark und Nam June Paik, im zeitgenössischen Bereich: Marina Abramović, Ed Atkins, Francis Alÿs, Doug Aitken, Björk, David Claerbout, Simon Denny, Olafur Eliasson, Cyprien Gaillard, Bruce Nauman, Pipilotti Rist, Christoph Schlingensief oder Ryan Trecartin und viele andere, auch jüngere Künstler. Mit Stoscheks Kollektion wurde 2015 im Museum von Tel Aviv erstmals überhaupt eine deutsche Privatsammlung in Israel präsentiert, aus Anlass des fünfzigsten Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Julia Stoschek steht in einer Reihe von engagierten Sammlern, die ihre Werke auch in Museen dem Publikum zugänglich machen und bereit sind, für den Betrieb ihrer Institutionen erhebliche private Mittel aufzubringen – wie Ingvild Goetz, Frieder Burda oder Harald Falckenberg. Die Verleihung des mit 10 000 Euro dotierten Preises findet am 19.April im Historischen Rathaus zu Köln statt.

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