Garnisonkirche Potsdam : Sie erinnert an die Verführbarkeit der Deutschen

Die Potsdamer Garnisonkirche ist keine Weihestätte des Militarismus. Ihr Wiederaufbau soll mit falschen historischen Argumenten verhindert werden. Ein Gastbeitrag.
Am 2. November geht die Geschichte des Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche in eine neue Phase. Dann entscheidet das Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche über eine Satzungsänderung. Auf Antrag des Potsdamer Oberbürgermeisters Mike Schubert soll das Teilgrundstück, auf dem einst das Kirchenschiff gestanden hat, der Stadt Potsdam überschrieben werden, die dort ein neues Gebäude errichten will. Die bisherige Satzung der Stiftung sieht dagegen den kompletten Wiederaufbau der 1968 gesprengten Kirche vor. In der Potsdamer Stadtkoalition werden der Nutzungszweck und die äußere Erscheinung des geplanten neuen Gebäudes kontrovers diskutiert. Zugleich nutzt eine Gruppe von Aktivisten um den Architekturtheoretiker Philipp Oswalt jede Gelegenheit, das Wiederaufbauprojekt moralisch und politisch zu diskreditieren. Deshalb ist es höchste Zeit für ein paar notwendige Klarstellungen.
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