„Nocturama“ im Kino :
Die Gesellschaft von ganz oben her zerstören

Von
Bert Rebhandl
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Goldene Maskierung: Einer der jugendlichen Terroristen in einer Szene aus „Nocturama“.
Goldene Maskierung: Einer der jugendlichen Terroristen in einer Szene aus „Nocturama“.Real Fiction Filmverleih

Der Film „Nocturama“ von Bertrand Bonello zeigt französische Jugendliche, die auf die Schattenseite der Gesellschaft gewechselt sind. Dort bereiten sie nicht nur einen, sondern gleich vier Anschläge vor.

Paris sieht wunderbar aus von ganz oben. Die meisten Menschen gehen zum Eiffelturm, um von dort auf die Stadt zu schauen, aber eigentlich ist der Anblick viel besser, wenn man woanders über den Dingen steht, wenn selbst die großen Sehenswürdigkeiten sich beinahe im Häusermeer verlieren. Um diesen Blick zu bekommen, muss man in einen der Bürotürme gehen. Ob es die Perspektiven tatsächlich gibt, mit denen Bertrand Bonello in seinem Film „Nocturama“ die Stadt zur Schau stellt, das kann man vermutlich dahingestellt lassen. Bei dem Wolkenkratzer, der schließlich zur Szene eines Terroranschlags wird, kommt es nicht darauf an, wo er genau steht, sondern wofür – ein französisches Pendant zum World Trade Center, und der Feuerball, der eines Nachmittags aus seinen Fenstern birst, lässt unwillkürlich fragen: Wo sind die Flugzeuge?

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