FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Johansson gegen Open AI :
Das andere KI-Risiko

Maximilian Sachse
Ein Kommentar von
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Die Schauspielerin Scarlett Johansson verlangt vom ChatGPT-Entwickler Aufklärung darüber, warum eine KI-Stimme ihr so ähnlich klingt. Es ist nur die Spitze des Eisbergs der rechtlichen Risiken für die KI-Branche.

Die Diskussion über die Risiken der Künstlichen Intelligenz ist allgegenwärtig – und reicht von apokalyptischen Warnungen vor Science-Fiction-Szenarien bis zu sehr berechtigten Sorgen über die Wirkung von KI-Fälschungen auf Wahlen oder den öffentlichen Diskurs im Allgemeinen. Für Anbieter und Nutzer Künstlicher Intelligenz dürfte allerdings ein anderes Risiko viel unmittelbarer drohen. Und ausgerechnet die Schauspielerin Scarlett Johansson, die durch ihre Sprechrolle als KI-Software im Hollywood-Streifen „Her“ einst die Phantasie vieler KI-Entwickler angeregt haben dürfte, zerrt dieses Risiko nun ins Rampenlicht. Johansson verlangt von Open AI Aufklärung darüber, weshalb eine vom ChatGPT-Entwickler präsentierte KI-Stimme ihrer eigenen sehr ähnelt. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die gesamte KI-Branche sieht sich mit großen juristischen Risiken konfrontiert, allen voran mit dem Urheberrecht und dem Persönlichkeitsrecht. Auf diesen beiden Gebieten könnten sich prinzipiell sogar Ansprüche auf die Löschung der Modelle entwickeln – ein Horrorszenario für die Branche.

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