FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Meinungsfreiheit :
Darf man mit Sarrazin diskutieren?

Von
Dieter Schönecker
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Umstrittener Gast: Thilo Sarrazin auf der Frankfurter Buchmesse
Umstrittener Gast: Thilo Sarrazin auf der Frankfurter BuchmesseFrank Röth

Zu einem Seminar über Meinungsfreiheit habe ich Thilo Sarrazin und Marc Jongen eingeladen. Meine Universität hat mir dafür die Mittel gestrichen. Warum ich trotzdem an der Einladung festhalte. Ein Gastbeitrag.

Das imperium paternale schlägt zurück. Seit bekannt wurde, dass ich im Rahmen eines Seminars zur Meinungsfreiheit auch den AfD-Politiker Marc Jongen und Thilo Sarrazin zu universitätsöffentlichen Vorträgen eingeladen habe, begegne ich vernünftiger Kritik, bin aber auch Zielscheibe von Dogmatismus und Denunziation. Nur wenige machen ihren Kopf frei für den eigentlich nicht schweren Gedanken, man könne tatsächlich einen Redner einladen, ohne ihm zuzustimmen. Ich bin jedenfalls genötigt, hier noch einmal ausdrücklich festzuhalten: Ich habe absolut nichts zu schaffen mit der AfD oder irgendwelchen anderen rechten oder rechtsextremen Gruppierungen. Ich stehe in der Tradition der Rechtsphilosophie Kants, meine Sache ist die der Freiheit.

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