Frankfurt reißt ab : Ende einer wirren Dienstfahrt

Der Veitstanz der Kräne geht weiter: Frankfurt opfert für einträgliche, aber gesichtslose Neubauten in der City sein erschreckend schmales Bauerbe.
Dass Frankfurt im Kern bis 1944 eine gotische Stadt geblieben war, deren verschachtelte Bauten, Straßen und Plätze Augenmenschen begeisterten, aber fanatisch moderne Stadtplaner verzweifeln ließen, ist heute nur noch - ausgerechnet - im hochhausstarrenden Bankenviertel zu ahnen. Zum Beispiel an dessen Hauptverkehrsweg, offiziell Neue Mainzer Straße, für die Bürger seit Jahrzehnten aber „die Bankenklamm“. Vom Main her läuft sie schnurgerade nach Norden - um dann unversehens rechtwinklig abzuknicken.





