FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Bäume in Japan :
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Daisugi-Zedern sind als beliebte Zierbäume in Privatgärten und Tempelanlagen gepflanzt
Daisugi-Zedern sind als beliebte Zierbäume in Privatgärten und Tempelanlagen gepflanztMartin Egbert

In Japan wird mit Daisugi eine uralte Forstmethode gepflegt, um edelstes Holz zu produzieren: Auf „Mutterbäumen“ gedeihen makellose Zedern, die regelmäßig geerntet werden können. Aber die Tradition ist in Gefahr.

In den Wäldern von Kitayama nördlich von Kyōto stehen sie wie in die Landschaft gezeichnet: schlanke, makellose Zedern, so gerade und anmutig, als wären sie nicht gewachsen, sondern geformt worden. Ihr Holz zählt zu den edelsten Materialien, die japanische Wälder hervorbringen – der Kaiser ließ es beim Innenausbau der Katsura-Villa einsetzen. „Das Holz ist vollkommen rund und kerzengerade; seine Struktur dicht und hart; seine Farbe von schneeweißem Glanz; sein Wuchs so ebenmäßig, dass der Durchmesser über die gesamte Länge hinweg konstant bleibt“, notierte der Autor Daisuke Kusakabe 1899 bewundernd. Dass die Oberfläche frei von Knoten sei, sei „Ausdruck höchster Eleganz und Würde“.

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