Erinnert an Repression :
Gulag-Museum in Moskau muss schließen

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In einer Multimediainstallation zeigte das Moskauer Gulag-Museum unter anderem Aufnahmen von der Trauerfeier von Josef Stalin.
In einer Multimediainstallation zeigte das Moskauer Gulag-Museum unter anderem Aufnahmen von der Trauerfeier von Josef Stalin.AFP

Angeblich wegen Brandschutzproblemen wurde das Museum zur Geschichte des Gulag in Moskau geschlossen. Es hat das Straf- und Arbeitslagersystem der Sowjets dokumentiert.

Das Moskauer Museum für die Geschichte des Gulag wurde bis auf Weiteres geschlossen, weil die Baubehörde angeblich Brandschutzmängel festgestellt hat. Das staatliche Museum war 2001 gegründet worden, um an die Repressionen der Sowjetunion zu erinnern. Es zeigte Erinnerungen von Gulag-Überlebenden, darunter Videointerviews und Briefe von Häftlingen, selbst gemachte Masken gegen Kälte sowie gebastelte Werkzeuge und Spielzeug.

Die Schau präsentierte Modelle von Baracken und Zellen mit den zweistöckigen Pritschen im Originalmaßstab, die mit Lagergeräuschen beschallt werden, sowie eine Sammlung authentischer Kerkertüren und Eisenfesseln.

Kein Termin zur Wiederöffnung

Es wurde auch an die Wissenschaftler unter den Insassen erinnert, etwa den Flugzeugbauer Andrej Tupolew, den Raketenwissenschaftler Sergej Koroljow und den Schriftsteller Alexander Solschenizyn. Im Sommer hatte das Museum eine Schau über Stalins späte Ärzteverfolgung gezeigt, die sich vorzugsweise gegen jüdische Mediziner richtete.

Das Gulag-Museum zeigte auch den Nachbau eines Wachturms.
Das Gulag-Museum zeigte auch den Nachbau eines Wachturms.AFP

Vor drei Jahren wurde im Hof des Museums mit Mitteln von Angehörigen von Gulag-Opfern ein Garten des Gedenkens eröffnet, wo Lesungen und Begegnungen veranstaltet wurden, und wo insbesondere am 30. Oktober, dem Gedenktag an die Opfer staatlicher Repressionen, ein öffentliches Gebet für diese stattfand, bei dem Teilnehmer ihre Namen verlesen konnten. Wann das Gulag-Museum wieder öffnet, teilte die Leitung nicht mit.

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