Projekt „Colossus“ : Musks neuer Supercomputer inmitten der „Opferzone“

Elon Musk will mit „Colossus“ den größten Supercomputer der Welt schaffen – in einer der ärmsten Gegenden der USA, im südlichen Memphis. Viele Anwohner sind überzeugt, dass der Tech-Milliardär sich aus einem Grund hier niederlässt: Er hält sie für schwache Gegner.
Wer an Elon Musks neuem Projekt „Colossus“ im Süden von Memphis vorbeifährt, sieht keinen Giganten. Dort, wo Musks neuer Supercomputer derzeit entsteht, der der größte der Welt sein soll, sind nur hell getünchte Industriebauten zu sehen – zwanzig Autominuten vom Stadtzentrum entfernt, könnte das Gebäudeensemble genauso gut eine Fleischfabrik sein oder eine Recyclinganlage. Hier wird Musks Unternehmen xAI künftig die Künstliche Intelligenz „Grok“ trainieren, die als libertäre Alternative zu ChatGPT inszeniert wird. Und hier lässt sich beobachten, wie die Expansionseuphorie der KI-Branche von der neuen umweltpolitischen „Freiheit“ unter Donald Trump profitiert, während sie eine alte Geschichte von Verpestung als Armutsrisiko fortschreibt.
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