FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Friedensplan für Ukraine :
Wir wollen unseren Enkeln ohne Scham ins Auge sehen

Von
Artem Tschech
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Der ukrainische Soldat Ruslan Zhygunov ist an der Front in der Nähe des Dorfs Rusyn Yar getötet worden, seine Eltern trauern am Samstag während der Beerdigung in Hostomel an seinem Sarg.
Der ukrainische Soldat Ruslan Zhygunov ist an der Front in der Nähe des Dorfs Rusyn Yar getötet worden, seine Eltern trauern am Samstag während der Beerdigung in Hostomel an seinem Sarg.AP

Wie soll man in einer Welt leben, in der das Böse ungestraft bleibt? Gedanken eines ukrainischen Soldaten und Schriftstellers zu der Frage, was vom Friedensplan zu halten ist, den Trump der Ukraine aufzwingen möchte.

In zwei Monaten werden es fünf Jahre sein, die ich beim Militär diene. Ist das viel für einen Zivilisten? Das ist unermesslich viel. Ich mag die Armee als Institution nicht und halte sie für eine grässliche Schöpfung des Staatsapparats. Und es hängt nicht vom Land ab, das diese Armee verteidigt, oder davon, wer sie finanziert. Allgegenwärtige Bürokratie, Schwerfälligkeit, menschliches Versagen, Subordination. All das ist fast allen Armeen der Welt eigen – und weit entfernt von dem Individualismus, den ein Schriftsteller gewohnt ist.

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