Diskussion um Kantinen : Warum das deutsche Schulessen ein Skandal ist

Was Kinder in vielen staatlichen Einrichtungen – vor allem in Schulen – aufgetischt bekommen, ist eine Katastrophe. Damit scheitert nicht zuletzt auch die Politik am Versprechen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.
Wenn sich die Wertschätzung, die Kindern und Jugendlichen entgegengebracht wird, auch an dem Essen bemisst, das ihnen in vielen staatlichen Institutionen aufgetischt wird, dann ist es schlecht um sie bestellt. Unter dem Hashtag „Kartoffelgate“ hat das Foto einer Mahlzeit aus der Kantine eines Frankfurter Gymnasiums Diskussion über das Schulessen in Deutschland entfacht – dabei ist selbst das Wort „Kartoffelgate“ ein Euphemismus, suggeriert es doch, auf dem Teller des dreizehnjährigen Mädchens habe eine ganze Kartoffel gelegen. Dabei handelte es sich bei dem „Mittagessen“ nur um eine Dreiviertel-Pellkartoffel, garniert mit einem Teelöffel Quark. Es ist eine Portion, die einen Teenager im Wachstum hungrig zurücklässt – sofern er den unappetitlichen Fraß überhaupt anrühren mag.
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