CSD-Anschlag in Berlin :
Was Jugendliche wirklich in die Radikalisierung treibt

Gastbeitrag
Von
Jürgen Fleischmann
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Spurensicherung in Berlin-Spandau: Einsatzkräfte am Ort, an dem der mutmaßliche CSD-Attentäter von der Polizei erschossen wurde.
Spurensicherung in Berlin-Spandau: Einsatzkräfte am Ort, an dem der mutmaßliche CSD-Attentäter von der Polizei erschossen wurde.AFP

Nach Gewalttaten wie beim CSD in Berlin suchen wir meist nach der Ideologie des Täters. Ein Kinder- und Jugendpsychiater erklärt, warum das zu kurz greift: Die Wurzel von Radikalisierung liegt nicht in der Religion oder Politik.

Nach jeder Gewalttat beginnt dieselbe Suche: War es der Islam? Was ist Rechtsextremismus? Das Internet? Eine psychische Erkrankung? Das Elternhaus? In meiner kinder- und jugendpsychiatrischen Arbeit begegnen mir diese Fragen seit vielen Jahren im Behandlungszimmer. Ich habe Jugendliche erlebt, die sich islamistischen Gruppen, rechtsextremen Szenen oder gewaltorientierten Hooligans angeschlossen hatten.

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