Documenta und Berlinale : „Das kommt mir wie eine feindliche Übernahme vor“

Von der Documenta bis zur Berlinale: Sowohl Aktivisten als auch Kulturpolitiker bedrohen die Kunstfreiheit. Wie durchbricht man diese gefährliche Dynamik? Ein Gespräch mit Meron Mendel und Saba-Nur Cheema.
Als am Eröffnungstag der Berlinale in einer Pressekonferenz mit der Jury der Journalist Tilo Jung kritisierte, dass „die Berlinale als Institution sich mit den Menschen in Iran und in der Ukraine solidarisch“ zeige, „aber nie mit Palästina“, antwortete der Regisseur Wim Wenders als Jurypräsident: Filme müssten sich aus der Politik heraushalten. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy nahm das zum Anlass, ihren Auftritt in Berlin abzusagen. In der Folge hat sich eine Empörungsdynamik entwickelt, die die Berlinale zu beschädigen droht. Wie entgeht man der Dynamik des Skandals, die sich zu wiederholen scheint? Saba-Nur Cheema ist Politologin am Frankfurter Institut für Sozialforschung und Präsidiumsmitglied des Goethe-Instituts. Meron Mendel Professor für Soziale Arbeit und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank. Im Herbst erscheint ihr gemeinsames Buch „Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen“ bei Kiepenheuer & Witsch.
Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos,
ohne
versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen
erhalten
und immer aktuell informiert bleiben.


