Buch über NS-Täter : Hitlers weitgehend normale Volksgenossen

Richard J. Evans porträtiert Führungsfiguren und Mitläufer des NS-Regimes von Göring bis zu KZ-Aufseherinnen. Die meisten waren keine Psychopathen, sondern normale Menschen, die ihre Chance auf Macht witterten.
Als Joachim Fest vor mehr als sechzig Jahren sein Buch „Das Gesicht des Dritten Reiches“ veröffentlichte, befand sich die NS-Täterforschung in Deutschland noch in einem frühen Stadium. In essayistischen Psychogrammen charakterisierte Fest zentrale Figuren des nationalsozialistischen Regimes, von Adolf Hitler bis Albert Speer, und machte damit einem breiten Lesepublikum die Geschichte der nationalsozialistischen Elite zugänglich. Erst zwei Jahre zuvor hatte in Jerusalem der Eichmann-Prozess stattgefunden und damit weltweit Diskussionen über die Täter des Regimes ausgelöst.


