Krimi über Serienmörder : Manifeste sind was für Wahnsinnige

Die Mutter, die Ermittlerin, die Zeugin: Danya Kukafka blickt auf die Frauen im Leben eines Serienmörders – und duzt ihren Killer.
Ansel Packer hat noch zwölf Stunden zu leben. Vier Frauen sind tot, und dafür ist er verantwortlich – als Serienmörder wartet er im Todestrakt auf die Vollstreckung seines Urteils. Schon im ersten Kapitel ihres Romans „Notizen zu einer Hinrichtung“ geht die amerikanische Autorin Danya Kukafka zu diesem Killer auf Distanz. Sie schreibt in der zweiten Person über ihn („Du schwingst die Beine über die Pritschenkante, hievst dich von der Matratze. Schlüpfst in die Gefängnislatschen“). Ein stilistisches Spiel, das, seit Italo Calvino es in seinem postmodernen Roman „Wenn ein Reisender in einer Winternacht“ 1979 nutzte, vor allem in Genre-Erzählungen immer wieder gern Anwendung findet.


