
Jugendroman von Ryeo-Reong Kim : Schattenboxen gegen das System

Lieber als auf die Oberschule geht Wan-Duk zum Kickboxen. Ausgerechnet die gemobbten Streberin ernennt sich keck zu seiner Managerin. Ryeo-Reong Kims Roman „Eins zwei. Eins zwei drei“ erzählt von einer prekären Jugend in Korea.
Die koreanische Autorin Ryeo-Ryeong Kim übt mit oft unorthodoxen Lehrerfiguren eine spielerische Kritik der Institutionen und Autoritäten und der Auswüchse eines überhitzten Systems wie Mobbing, Drill und Fixierung auf Eliteuniversitäten. Ihr in Korea 2008 erschienener Bestseller, der nun auf Deutsch unter dem Titel „Eins zwei. Eins zwei drei“ erschienen ist, verbindet eine Coming-of-Age-Geschichte mit einem tragikomischen Prekariatsroman, wobei er konkurrierende Schulen und Lebensschulen – lieber als auf die Oberschule geht der Held Wan-Duk in eine Kickbox-Einrichtung – kurz schließt.





