Hugo von Hofmannsthal im Ersten Weltkrieg : Requiem auf eine zerbrechliche Idee

Hugo von Hofmannsthal verfolgte den Ersten Weltkrieg hinter den Kampflinien. Publizistisch war er aber ein glühender Verteidiger der sterbenden Donaumonarchie. Das zeigt eine Frankfurter Ausstellung.
Als der Weltkrieg im August 1914 ausbrach, war es nicht weit zur Erkenntnis, dass er für die österreichisch-ungarische Donaumonarchie zur Schicksalsstunde werden würde. Im Nordosten rückte das übermächtige Heer des Zaren vor, an den vielen Balkanfronten, wo der Vielvölkerstaat seine prekäre Einheit verteidigte, stand der Kampf bald auf Messers Schneide. Stimmt die Formel, dass hier eine desolate Armee im Bewusstsein der Überlebtheit des von ihm verteidigten Staatsgebildes auf den Abgrund zumarschierte?





